Freitag, 16.30 Uhr bis 18.00 Uhr

C1 – Pauline Löffler: Stark, glücklich und motiviert durch die Sozialarbeit
Motivation ist der Schlüssel zum Tun – egal ob für uns als Sozialarbeiter oder unsere Klienten. Was sehen wir, was unsere Klienten nicht sehen? Wie können wir unsere Sicht auf uns selbst, unsere Eigenmotivation und Wahrnehmung auf unsere Arbeit übertragen? Was hat Selbstliebe damit zu tun? Im Workshop möchte ich sie zu einem Perspektivwechsel sowie einem gemeinsamen Erfahrungsaustausch einladen um den genannten Fragen auf den Grund zu gehen.

C2 – Hubert Höllmüller: Soziale Diagnostik unter Beobachtung: Was ist der Fall?
Gemeinsam mit Betroffenen wurde als Ergebnis einer umfassenden Evaluation für die Kärntner Kinder- und Jugendhilfe ein Systemblatt entwickelt, das wichtige Informationen „auf einen Blick“ abbilden und gewährleisten soll, dass keine Mitspieler*innen und bedeutsame Rahmenbedingungen übersehen werden oder aus dem Blick geraten.

C3 – Cornelia Tsirigotis: „Mein kultureller Rucksack“. Eine Werkstatt für kultursensibles Handeln
Um kultursensibel mit Familien mit Migrationsbiografien zu arbeiten, ist es hilfreich, die Gefühle und Werte im eigenen „kulturellen Rucksack“ zu reflektieren und immer wieder neu zu sortieren. In der Werkstatt möchte ich mit den TeilnehmerInnen an Beispielen aus ihrer eigenen Praxis interkulturelle Kompetenzen und kultursensible Arbeitshaltungen betrachten und über nützliche und hinderliche Inhalte in unseren jeweiligen kulturellen Vorannahmen ins Gespräch kommen.

C4 – Ursula Unterkofler: Ethnografische Blicke auf Risiken präventiver Handlungsansätze
In diesem Workshop stelle ich Ergebnisse einer ethnografischen Studie zu Gewalt in der offenen Jugendarbeit vor. Diese kommt zum Ergebnis, dass Gewalt von Jugendarbeiter_innen als Risiko konzeptionalisiert wird. Dies hat Folgen für deren Interpretation und Bearbeitung auftretender Situationen – meist geht es um alltagsnahe, präventive Interventionen. Im Workshop werden Beobachtungsprotokolle analysiert und diskutiert, wodurch einen ‚anderer‘ Blick auf die Praxis Sozialer Arbeit sowie auf Chancen und Risiken präventiver Handlungsansätze möglich wird.

C5 – Günter Buck & Thomas Brendel: Ein Besenstiel als Seh-Hilfe???
Wir können nur erkennen, was wir kennen können und sehen können wir nur, wenn wir hingucken. Bildung heißt, ein Bild, eine Vorstellung machen. Je mehr Bilder im Album umso weiter der Rundumblick. Im Workshop stellen wir ein bildgebendes Verfahren vor, welches neben Neugier und Fantasie als dritte Kraft zur „Einsicht“ verhelfen kann: Analogiebildung und Dialektik zum Begreifen (wirklich!) Als „Sehhilfe“ verwenden wir den Stock- ein alter Begleiter von ganz früher.

C6 – Claudia Schmoll: Meine Arbeit aus der Perspektive anderer
Manchmal kommt es vor, da kommen die eigenen Bemühungen der Sozialen Arbeit nicht an. Trotz methodischem Vorgehen, bester – absichtsloser – Absicht, Ressourcenorientierung etc.: Die Hilfe wird nicht angenommen. Dieser Workshop bietet die Möglichkeit, die eigene Arbeit aus einer anderen Perspektive zu betrachten und durch die Anderen betrachten zu lassen. Gemeinsam wollen wir durch Reflexion Erkenntnisse gewinnen, zu denen im Alltag oft die Zeit fehlt.

C7 – Christian Paulick & Jörg-Uwe Dörr: „ich sage Dir, was ich sehe“ – die Arbeit mit System-Karten
Vor dem Hintergrund der resonanten Neugier auf unterschiedliche Blickwinkel und Bilder, ist es Ziel des Workshops, die unwillkürliche Verknüpfung von äußeren und inneren Bildern zu verdeutlichen und zu einer hypnosystemischen Interventionsvariante einzuladen.

C8 – Anna Kuliberda & Stefanie Thieme: Queer. Que[e]r. queEr. Que*r. Wie bitte?
Queer hat sich als Selbstbezeichnung längst etabliert. Dieser Workshop soll Raum für den Blick auf vielfältige Lebensweisen bieten. Ziel soll es dabei sein für die praktische Arbeit zu inspirieren. Dabei werden Ideen und Methoden vorgestellt und gemeinsam ausprobiert, welche eine systemische Herangehensweise und eine moderne sexuelle Bildung miteinander verbinden.

 

C9 Master-Workshop – Wertschätzung von Berufs wegen
Claudia Pinkert: Achtsames Führen – Ein Ausflug
Systemisches Führen-ob im beruflichen oder ehrenamtlichen Kontext, beinhaltet u. a. auch Achtsamkeit. Achtsam sein-mit meiner Umwelt, meinen Mitmenschen und mit mir als Führungsperson. Hier setzt der Workshop an und lädt zu einer kleinen Reise zu uns selbst ein. Mit kurzweiligen Übungen werden Impulse für den achtsamen Umgang mit sich selbst gegeben und Möglichkeiten geboten, sich auch in den eigenen Lebens- und Arbeitskontexten zu Ausflügen ganz mit sich zu begeben.
Juliane Westphal: Erwartungen kommunizieren mit dem psychologischen Vertrag
Erwartungen – jede*r kennt sie, jede*r hat sie. Auch in unserem Arbeitsalltag spielen sie eine wichtige Rolle: Erwartungen prägen die Arbeitnehmer*innen-Arbeitgeber*innen-Beziehung, haben Einfluss auf unsere Arbeitsleistung und wirken sich auf unsere Gesundheit aus. Also warum sich nicht den bestehenden gegenseitigen Erwartungen bewusstwerden und sie systematisch nutzen? Der psychologische Vertrag bietet eine Möglichkeit dazu. Er soll in diesem Workshop vorgestellt und aus systemischer Perspektive näher beleuchtet werden.

C10 Master-Workshop –
Anne Reinsdorf: System Team: Mit Erfolgsfaktoren erneut zum ‚Wir-Gefühl‘
Mit der Entscheidung für einen neuen Mitarbeiter fällt der Startschuss für dynamische Prozesse. Neben der fachlichen Vernetzung, die Einarbeitung und Aneignung von Aufgabenstellungen und Faktenwissen, ist die soziale Vernetzung, das Aufbauen von tragfähigen Beziehungen im Team, von enormer Bedeutung. Wie kann es ‚gut‘ gelingen die ‚unkontrollierbare Größe‘ Mensch in ein vorhandenes System aufzunehmen, um erneut ein ‚Gleichgewicht‘ herzustellen? Im Workshop möchte ich Sie dazu einladen selbst erlebte Erfolgsfaktoren zu diskutieren.
Claudia Pohler-Schönberner: Teilhabe gesichtet – Wie kann Ich Dich da beraten?
Im Workshop soll die seit 1.1. 2018 geltende Teilhabeberatung nach BTHG in den Blick genommen werden: Der Frage nach dem „Wie“ der Beratung wird nachgegangen. Dabei werden Haltungen betrachtet, die für diese Beratung förderlich erscheinen. Beim Gedankenaustausch über ausgewählte Methoden im Rahmen der Auftragsklärung soll herausgearbeitet werden, was an der Methode sie so geeignet für die Beratung macht. Angedacht ist, Kleingruppen aus Teilnehmern ähnlicher Tätigkeitsbereiche zu bilden und Erkenntnisse zusammenzutragen.

 

C11 Master-Workshop –  Klinischer Kontext
Björn Kaltofen: Systemisch grundierte Möglichkeiten App-gestützter Hilfe für therapierte Suchtkranke.
Hohe Rückfallquoten nach Suchttherapien stießen die Überlegung an, Hilfsmöglichkeiten zu suchen, den oftmals harten Übergang aus der Therapie in den Alltag zu lindern. Dabei könnten die allgegenwärtigen Handys und die vielfältigen Formen mobiler Apps nützlich sein. Herausforderung dabei ist es, die flexiblen therapeutischen Inhalte mit der standardisierten Programmierung der Maschine zu verbinden, ohne dass Qualität und Nutzbarkeit eingeschränkt werden. Überlegungen und konkrete Beispiele, wie so etwas aussehen könnte, werden diskutiert.
Sarah Herzog: Pädagogische Intervention in der Arbeit mit autistischen Menschen
„Was meinen Sie mit ‚Du meine Güte!‘?“ Diese oder ähnliche Fragen können uns in der Arbeit mit Autisten begegnen. Mit ihrer besonderen Wahrnehmung fordern Menschen im Autismus-Spektrum die Kreativität derer heraus, die Teil ihres individuellen Systems sind. Ich freue mich darauf, im Rahmen meines Workshops mit Ihnen gemeinsam einen Methodenkoffer zu packen, der die Arbeit mit Autisten bereichert und den Aufbau eines positives Selbstwertes fördert.